Petitonsentwurf

Im Rahmen des Unterrichts zum Thema Pflegeversicherung haben wir eine Petition erarbeitet bzw. uns erste Gedanken hierzu gemacht.
Der aktuelle Stand ist nachfolgend zu lesen:

Einzelpetition an den Deutschen Bundestag


  1. Über welche Entscheidung/welche Maßnahme/welchen Sachverhalt wollen Sie sich beschweren? (Kurze Umschreibung des Gegenstands Ihrer Petition – 500 Zeichen zulässig)

    Der Bundesminister für Gesundheit, Herr Rösler (FDP) hat eine Pflegeversicherungsreform für Anfang 2011 angekündigt. ! Wir (eine Gesundheits- und Pflegeassistenz-Klasse der Gesundheitsfachschule W1) haben uns im Politikunterricht mit der Pflegeversicherung ausgiebig beschäftigt. Ideen sind in unseren Köpfen gereift und wir wollen es nicht versäumen, Ihnen diese mitzuteilen, in der Hoffnung, dass sie Berücksichtigung finden.!
    Wir wollen eine Verbesserung der Pflege und der Pflegeversicherung!

  2. Was möchten Sie mit Ihrer Bitte/Beschwerde erreichen? (500 Zeichen zulässig)

    Mit unserem Schreiben wollen wir Ihnen unsere Ideen mitteilen und hoffen, dass Sie ernsthaft über unsere Vorschläge nachdenken.! Wir brauchen mehr Menschlichkeit in der Pflege. Mehr Geld ist nötig, um eine Veränderung der Pflege und Pflegeversicherung erreichen zu können. Daran anknüpfend natürlich auch mehr Personal, um eine individuelle und ganzheitliche Pflege von Pflegebedürftigen erreichen zu können. Ein würdevoller Umgang, vor allem mit älteren Menschen, ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt.

  3. Gegen wen, insbesondere welche Behörde/Institution richtet sich Ihre Beschwerde? (500 Zeichen zulässig)

    Die Petition ist für das Bundesministerium für Gesundheit bestimmt.

  4. Muss nach Ihrer Vorstellung ein Gesetz/eine Vorschrift geändert/ergänzt werden? Wenn ja, welche(s)? (500 Zeichen zulässig)

    Ja, die Pflegeversicherung braucht eine Veränderung, aber auch alle Pflegeberufe! Die Ideen dazu finden Sie in der Begründung (ein Kasten später).

  5. Bitte geben Sie eine kurze Begründung für Ihre Bitte/Beschwerde:

    Die Pflegeversicherung und alle Pflegeberufe brauchen eine Veränderung! Hier sind unsere Ideen dazu:

    • verpflichtendes Sozialpraktikum ab der achten Klasse (v.a. Altenpflege & Krankenhaus)
    • in der neunten/zehnten Klasse verschiedene Berufsschulen besuchen/kennen lernen
    • sechs Monate frei für Pflege der Angehörigen –> bezahlt von der Pflegeversicherung
    • Pflege – Riester
    • neue Einteilung der Pflegestufen (individuell)
    • mehr Werbung für den Beruf (GPA)
    • mehr Hilfsmittel, um eine gute Pflege zu ermöglichen
    • Leistungskatalog erweitern (indiviuell)
    • verpflichtende Beiträge von Großkonzernen an alle Pflegeeinrichtungen
    • Werbung für Ehrenamt
    • mehr Bruttogehalt & Prozentsatz kann dann ebenfalls erhöht werden
    • Name “Altenpflege” sollte attraktiver sein (vielleicht besser Seniorenpflegerin)

    Das grundsätzliches Ziel der Pflegeversicherung ist, dass die Pflegebedürftigen Hilfe erfahren und das sie trotz ihres Hilfebdarfs ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Es soll der Würde des Menschen entsprechen. Die Hilfen sollten darauf ausgerichtet sein, die körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte das Pflegebedürftigen wiederzugewinnen und/oder zu erhalten. Weiterhin soll das Prinzip der aktivierenden Pflege bei allen Pflegeleistungen beachtet werden. ! Wir sind Schüler und Schülerinnen der Gesundheit- und Pflegeassistenz Klasse GPA10/6B der Gesundheitsschule W1in Hamburg. Wir leben jeden Tag in der Pflege, arbeiten in unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen. Wir sind frustriert über die Bedingungen, die uns gegeben sind! Wir sind weit entfernt, diesen oben genannten Grundsatz erfüllen zu können. Es ist immer ein Arbeiten gegen die Zeit. Wir sind froh in diesem Beruf arbeiten zu dürfen! Jedoch fällt es manchmal schwer daran fest zu halten. In der Schule lernen wir die Theorie. In der Pflegeeinrichtung erleben wir die Praxis. Wir sind also mitten drin und wir können von uns behaupten, einschätzen zu können, was unseren Patienten und uns gut tun würde.! Wir arbeiten sehr gern in dem Ausbildungsberuf, wir sind reflektiert und kennen unsere Grenzen. Wir sind motiviert etwas zu ändern. Dieser Brief soll ein kleiner Anstoß sein, woran auch gedacht werden muss und was uns als unmittelbar Betroffene in dreifacher Sicht (wir sind Pflegende, wir sind SchülerInnen und wir werden auch alt und brauchen Sicherheit für die Zukunft). Wir haben Angst, wie soll es weiter gehen mit dem Sozialstaat Deutschland, wenn wir doch bei denen (den älteren Menschen), die es wirklich nötig haben, anfangen müssen zu sparen. Wir haben aber auch Angst, um uns selbst, die wir alt und krank werden.! Bitte nehmen Sie uns wahr. Beste Grüße aus Hamburg:-)! PS: Ich schreibe diese Petition stellvertretend für meine SchülerInnen der GPA10/6B. Die Inhalte der Petition sind ein Arbeitsergebnis aus dem Unterricht und liegen den SchülerInnen sehr am Herzen.


Ich möchte Sie nun bitten, Ihre Ideen zu dieser Petition über die Kommentarfunktion mitzuteilen. Somit können wir uns einem Ergebnis nähern, mit dem dann hoffentlich alle zufrieden sein werden.
Viel Freude:-)

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10 Responses to Petitonsentwurf

  1. Wir fanden das sehr informationsreich und interressant Mfg Marel&Stephan

  2. Yvonne Lemanski sagt:

    Nicht nur das Gesundheitsministerium muss sich damit auseinander setzen sondern auch Finanzministerium sowie Arbeitsministerium, denn nur wenn sich diese 3 zusammen setzen ist es möglich das wir etwas erreichen können

    Jobattraktivität

    Man sollte steuerrechtliche Vorteile schaffen für Arbeitnehmer oder Förderung von Vollzeitstellen durch Steuererleichterungen für den Arbeitgeber. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll die Rentenversicherungsbeiträge durch den Staat zu bezuschussen.

    Arbeitsbedingungen

    Wir können das was wir in der Theorie lernen nicht in die Praxis umsetzen,
    da uns die Hände gebunden sind und wir eigentlich immer gegen die Zeit arbeiten.
    Darunter leidet immer der Patient, welcher im Vordergrund stehen sollte, und nicht nur dieser leidet sondern auch wir durch den enormen Zeitdruck den wir haben, werden auch wir Krank und können später aufgrund von psychischen und körperlichen Erkrankungen
    nicht arbeiten. Hierdurch fehlt es dann wieder an Personal.

    Ich selber habe auch einen Blog wie ich heute schon erwähnt habe schaut einfach mal rein,
    über Kommentare würde ich mich sehr freuen.

    http://yve-pflegt.blogspot.com/

    Mit freundlichen Grüßen
    Yvonne

  3. Stefanie Vondran sagt:

    die kommentare sind auf den punkt gebracht worden und wir wollen und möchten das sich unsere Bewohner/Patienten sich wohl fühlen können und die nötigen Hilfsmitteln auch zur verfügung stehen können.Die Zeit im altäglichen Leben spielt sowohl in Freizeit sowie auch auf der Arbeit eine große Rolle.!!!

  4. Fritz Roeder sagt:

    Ich finde, dass allgemein die Bewohner sich wohl fühlen sollten und ihnen alles im Maße geholfen wird.

    Mfg Fritz

  5. Claudia sagt:

    ich finde yve Einwendung sehr gelungen und finde das wir dies noch einmal
    thematisieren sollten

    MfG Claudia

  6. Lars sagt:

    Ich finde Yvonnes vorgeschläge sehr gut und wär auch dafür dass das Finanzministerium und Arbeitsministerium auf jeden fall mit einbezogen werden müssen!

    MfG Lars H.

  7. Mariam sagt:

    Yvonne hat damit eigentlich schon alles gesagt, ich finde das Prophylaxen auch finanziert werden sollten wie z.B. Gymnastik um Stürze zu vermeiden usw.
    Mariam

  8. Ugur sagt:

    Ich finde die Vorschläge sehr gut u sehr interessant.Ich hoffe dass die wahrgenommen werden sollen.

    Mfg Ugur

  9. Antonia krüger sagt:

    Also ich find die Petition eigentlich gut!
    Ich würde vielleicht noch deutlicher machen, dass Pflegeberufe attraktiver gemacht werden sollten und mehr Anerkennung bekommen sollten! Nicht nur mehr Geld sondern einfach sichtbar machen, wie umfangreich und wichtig Pflegeverufe sind und wie toll eigentlich!
    Ansonsten finde ich es schon super, wenn die “höheren” Leute den Brief lesen und mal sehen, wie sehr uns junge Menschen dieses Thema beachäftigt und wie sehr wir uns damit auseinandersetzen!
    Vielleicht rüttelt das ja was wach in den Köpfen und bewirkt etwas!!!

  10. Jessica Schramm sagt:

    Ich finde den Beitrag ist uns gut gelungen mir gefällt das so mfg jessica

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